Willkommen in der modernen Sklaverei

Ich wollte eigentlich einen Deutsche-Bahn-Bashingartikel schreiben, ABER man soll ja nicht auf am Boden Liegende einschlagen. 😉 Also nehme ich nun unsere hyper geniale Regierung, die heute einmal wieder den Vogel abgeschossen hat.
An dieser Stelle sei gesagt: Der Artikel wird gesellschaftskritisch, regierungsangreifend und sozialpolitisch mit Hang zum Kabarett. Wer das nicht lesen will klickt am besten hier.

Ich habe heute in den NDR2 Nachrichten gehört, dass unsere Regierung erstaunt darüber ist, dass in Deutschland so viele Menschen einen 2. Job haben. In einer Zahl ausgedrückt sind es rund 2,6 Mio. Menschen. Die Regierung fragt sich jetzt, wie das zustande kommt und es damit in Verbindung steht, dass die Deutschen auf einmal in Konsumlaune sind.
Ich frage mich in diesen Momenten stets: Auf was für einen Drogentrip muss man sein, um solche Schlüsse aus einer Studie zu ziehen. Dann fällt es mir wieder ein. Es ist unsere Regierung. Was will man von solchen Nasen wie der Bundesversuchskanzlerin und deren Anhängsel erwarten. Machtbesessen und der Rest soll zusehen, wo er bleibt. Politisch gesehen hat sich bisher wenig verändert, also zum Positiven. Das Gefüge zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander und da will mir die Regierung weißmachen, dass die das bisher nicht bemerkt hat? Ich bitte euch. So viel Vakuum kann doch nicht in euren Oberstübchen vorhanden sein, wie ihr immer vorgebt. Vor allem haben die es doch erst ermöglicht, dass man in die Armut abrutscht mit den 1-Euro-Jobs. Sie haben zwar jetzt die 400-Euro-Jobs auf 450 Euro angehoben, was aus meiner Sicht völliger Blödsinn ist. Es musst verstärkt auf die Arbeitgeber eingegangen werden, um das Problem LOHN endlich in den Griff zu bekommen. Es kann nicht sein, dass man von seinem Job nicht leben kann und erst recht nicht, dass man, wenn man einen Job hat, weniger zur Verfügung hat, als wenn man arbeitslos ist. Bisher wurde aber nichts unternommen. Es wird hier und da mal ein wenig am Lochfras gestopft und das auch nur an der Oberfläche. Konkret ist NICHTS zu hören. Im Gegenteil: Viele Betriebe setzten auf 450-Euro-Kräfte. Diese sind billig, weil sie dem Betrieb quasi nichts kosten, denn der Staat zahlt ja dafür, dass sie dort arbeiten. Sehr gute Leistung! Und weiterhin ist noch zu erwähnen, dass die Minijober und Gleitzonenarbeiter entweder gar nicht in die Sozialkassen einzahlen oder nur bedingt und nicht einmal in der Steuer auftauchen, weil zu wenig Geld ins Haus kommt. Soviel zum Haushaltsdefizit, es muss also dringend was an der „Moral“ der Arbeitgeber getan werden. Es ist schlichtweg einfach unter aller Sau, wie einige Betriebe in Deutschland arbeiten und arbeiten lassen.

Jetzt komme ich auch auf meinen Titel zurück. Heute wird man quasi gezwungen, arbeiten zu gehen. Und ich rede jetzt nicht von den Menschen, die eigentlich keinen Bock haben, irgendetwas zu tun, sondern von den Menschen, die gerne arbeiten würden, aber z.B. nicht den Job bekommen, den sie möchten. Die Bundesagentur für Arbeit legt einem einen Vorschlag hin und wenn der nicht angenommen wird, wird einem das Geld gekürzt oder gestrichen. Guten Morgen, Deutschland und herzlich Willkommen in der modernen Sklaverei. Ein anderes Thema sind Familien. Heute kann man sich ja quasi keine Familie mehr leisten. Als Erstes schon einmal, weil das Geld recht knapp ins Haus kommt und als Zweites (was mich nebenbei besonders ankotzt) sind beide Elternteile vom Staat gezwungen, arbeiten zu gehen. Und wenn ein Kind dann da ist, wird es zwangsweise in die Obhut von Pflegeeinrichtungen, Kitas, Tagesmüttern, Ganztagsschulen und anderen gegeben. Somit bekommen die Eltern im Prinzip das eigene Kind nur selten zu Gesicht und können sich eigentlich nicht wirklich um dieses kümmern. Deutschland scheint ja eh sehr kinderfeindlich zu sein, auch wenn unsere Regierung angeblich dafür Sorge tragen will, dass mehr Kinder zur Welt kommen. Die Deutschen sterben aus, will ich nur mal erwähnt haben. Wenn keine kinderfreundliche Umgebung geschaffen wird und den Eltern keine Möglichkeit geboten wird, wie sie mit ihrem Kind in einer guten und harmonischen Art zusammenleben können, werden wir auch immer weniger Familiengründungen sehen.

Im Herbst wird die neue Regierung gewählt und ich sehe SCHWARZ für unsere Zukunft. Mir gefallen weder SPD noch CDU und schon gar nicht die Voll-Noobs der FDP. Eigentlich würde ich ja jetzt die Wahl boykottieren, aber das ist der falsche Weg. Man muss wählen gehen und wenn nichts dabei ist, einfach den Bogen durchstreichen und abgeben. 100% Wahlbeteiligung, 0% gültige Stimmen, bumms aus. Und aus Frust NPD oder Piraten wählen ist ebenfalls bescheuert. Um es mit Urban Priol zu sagen: „Wenn ich als Schwein mit dem Bauern unzufrieden bin, gehe ich auch nicht zum Metzger.“

So, das war mein Gerage über unsere vorbildliche Regierung und ich hoffe ihr habt zumindest ein µ verstanden. Als EXTRA kommt nun eines meiner Favo-Lieder von Oomph!, die das Thema Kinderarmut passend in Musik verpackt haben.

Oomph! – Sandmann

Und hier ist noch ein Interview zum Track „Sandmann“

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Über Shinji_NOIR

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