Alt gegen Jung oder so ähnlich

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Hey ho Freunde der leichten und seichten Unterhaltung,
ich habe vorhin den Artikel „Die Jungs von heute können einfach nicht mehr flirten“ von die WELT gelesen.

Als ich bei der Hälfte vom Artikel war, stellte ich mir die Frage, was wohl der Autor (Uwe Schmitt) genommen haben muss als er sich an den Artiekl gesetzt hat? Oder ob eventuell seiner Tocher oder seiner Enkelin das Herz gebrochen wurde? Oder ob der Mann einfach aus der Steinzeit kommt?
Nach deisen Gedanken habe ich dann den Rest gelesen und dacht mir nur noch – boah! Wenn ein 61 jähriger Mann die Jugend an den Pranger stellt, die heutige Technisierung mit irgendwelchen Fakten und Statistiken einbaut und dabei auch noch eine Priese Philosofie in einen Artikel bringen will. Das Ergebnis ist schlichtweg sexsitisch und nur zum Kopfschütteln.

Grob zusammengefasst schreibt er davon, dass die Jugend insbesondere die Jungs unfähig geworden sind, durch Smartphones Mädchen in die Augen zu schaun, mit denen zu flirten und das dadurch die Mädchen bedauerliche Folgen haben. Also sie keine Jungs mehr abbekommen und ein Singleleben leben müssen.

Bitte was?
Als erstes fallen mir dazu nur ein:
Was ist mit den Bi- und Homosexuellen und den Menschen die anderes bevorzugen?
Als zweites kommen dann die Gedanken:
Was ist mit der Gleichberechtigung?
Warum müssen Jungs bitte Mädchen ansprechen?
Wo steht es geschrieben, dass Jungs den ersten Schritt machen müssen?
Als drittes beiß ich fast schon in die Tischkante, als er davon schreibt, dass heutige 16-18 jährige Mädchen angeblich sich beklagen, dass Jungs ja nicht mehr romantisch sind. Da fallen mir einige weibliche Freundschaften sofort ein, mit denen ich zu genüge solche Thematiken hatte.
Darin dreht es sich meist dann darum, dass ihre Freunde Ärsche sind, diese sie nicht richtig behandeln usw und die nicht so liebevoll, nett, einem zuhören, auf sie eingehen können wie ich es denn täte.
Heißt soviel, ich wäre doch ein super Partner, da ich ja Kriterien erfülle, worauf Mädchen eigentlich stehen müssten – das wird mit dem Satz bekräftigt „Warum kann er nich so sein wie du?
Das kann ich mittlerweile recht zynisch beantworten „Weil du ihn dann nicht als Partner haben würdest wollen!
Jah so ist es leider bei vielen, der liebe Kerl wird eher als „Bruder/schwuler/bester Freund“ angesehen aber ist im Prinzip kein Partnermaterial. Im Hintergrund wird nämlich bereits der nächste Idiot gesucht.
Sie wollen jemanden, über den sie sich aufregen können, der BadBoy ist usw.
Ich selbst finde dieses ziemlich seltsam, einerseits wollen sie wen haben der lieb und nett ist aber nehmen dann lieber ein „Arsch“ zum Freund.
Und ja, es sind nicht alle so, es ging jetzt nur um die, mit denen ich diese Unterhaltungen hatte.

Soweit so gut/schlecht – nun weiter mit meinen Gedanken zum Artikel.
Ich finde es absolut nicht schlimm oder verwerflich, dass man immer mehr Smartphones nutzt. Man ist nicht mehr gezwungen mit dem Nachbarn befreundet zu sein aus Mangel an Alternativen. Man muss sich nicht mehr eingrenzen und nur noch in naher Umgebung nach einem Partner ausschau halten.
Heute lernt man sich eben verstärkt im Internet kennen, was auch sehr viele Vorteile hat. Man kann sich erstmal so beschnuppern, herausfinden wie der Gegenüber so tickt und sich anfreunden. Später kann man sich dann überlegen, ob man weiter gehen will, wie sich treffen und dann schaun was draus wird.
Die Netzkultur hat es deutlich besser in sachen Partner finden und auch leichter. Man muss nicht auf wildfremde Menschen zu gehen und diese anlabern.
Vor allem wollen viele nicht einmal von irgendwelchen „Deppen“ angesprochen werden. Und ich gehöre dazu, ich bin zB sozialphobisch veranlagt und sehr introvertiert. Ich mag es nicht, wenn irgendwelche Menschen mich anreden und über irgendwelches „Nichts“ reden, nur um der Konversations willen.
Meine Erfahrungen sind durch das Internet eher positiv.
Ich kann entscheiden mit wem ich reden mag, wie intensiv der Kontakt sein darf/soll. Und vor allem findet man im Internet schnell zN ältere Texte auf Twitter oder gerade aktuelle und kann so leicht darauf eingehen. Zudem sieht man sofort was für Interessen zum Beispiel vorliegen und kommt damit deutlich besser ins Gespräch.
Der Verlust von Augenkontakt und wie man mit Augen kommuniziert, wie es der Autor vom die Welt Artikel erzählt, sehe ich nicht.
Persönlich mag ich den „gesellschaftlichen Zwang“ jemandem in die Augen zu sehen absolut nicht. Wenn ich wen vor mir habe, den nicht kenne, nicht mag usw schau ich dem beim Sprechen an aber meide Augenkontakt. Dies mache ich zum Beispiel nur bei meiner Familie, bei engen Freunden und würde es nur als angenehm empfinden, bei der Person die ich liebe.
Ich bin wahrscheinlich ein bischen japanisch, denn deren Kultur ist es, dass nur engste Familienmitglieder, Partner und sehr enge Freunde eine offene und emotionale Haltung eingenommen wird und bei allen anderen gilt einfach höflicher Abstand und die Distanz zu wahren.

Der Nachteil der Internet/Smartphone Generation ist einfach, dass die Menschen die man so kennen lernt gut und gern einfach mal am A***** von Deutschland und der Welt leben können. Das sich Treffen ist aber dennoch nicht unmöglich, nur halt etwas schwieriger.
Und sollten Eltern, Gorßeltern oder irgendwelche andere Leute die „Moral“ spielen lassen von wegen „Nein Kind du darfst nich 500km weg fahren zu deinem Freund/Freundin, es ist viel zu weit weg“ – es ist völliger Schwachsinn, ob ich nun mein Kind ins Nachbardorf/Stadt lasse zum Freund/Freudin oder so – es ist im Prinzip das Selbe.
Wenn sich Eltern Sorgen machen, sollen sie einfach sich mit den Eltern oder der betreffenden Person auseinander setzten, wo das eigene Kind hin möchte.
Wir leben in einer offenen Welt, sind Globalisiert, was im Endeffekt bedeutet, die Welt steht uns offen. Wir sind nicht mehr auf ein kleinen Fleck beschränkt.

Daraus resultiert halt auch, dass man – wenn man denn Kontakt halten will mit den neuen Freunden/Menschen aus dem Internet, weitere Leute kennen lernen möchte eben verstärkt auf das Smartphone zurück zu greifen und öfter in der Hand haben. Das macht einen nicht gleich Internetsüchtig, wie viele Menschen immer gern schnell behaupten und einem „retten“ wollen, in dem sie einem das verbieten wollen. Als ob man von seinen Freunden gerettet werden müsste.
Ok klar, wenn man durch sie in Gefahr gebracht wird wie Drogen, Alkohol und anderen Mist. Dann is ein Eingreifen sinnvoll aber sonst sollte man, wenn überhaupt eine Uhrzeit festlegen, wo man das Smartphone aus der Hand zu legen hat, weil Schlafenszeit zB ist.
Und eins ist klar anzumerken – Internetfreunde sind RICHTIGE und echte Freunde, nur weil sie vlt 150km weg wohnen oder mehr, sind sie dennoch Menschen die einen Platz in das Lebden der einzelnen Person eingenommen hat, mit denen man sich austauschen will, reden und Spaß haben möchte. Was nun mal nicht auf direktem Kontakt von „Angesicht zu Angesicht“ immer möglich ist.

Abschließend ist jetzt noch zu erwähnen, wenn Mädchen sich gestört fühlen, dass sie nich angesprochen werden, weil ein Smartphone bei einer Person vorm Gesicht klebt, dann kann sie selbst aufstehen und die Person ansprechen.
Wir haben 2016 und das bedeutet, dass jeder den ersten Schritt machn kann und hat weder zu erwarten, noch muss man warten, dass der Gegenüber diesen macht.

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Über Shinji_NOIR

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2 Antworten zu Alt gegen Jung oder so ähnlich

  1. Ayechu schreibt:

    Stimme ich zu 100% zu.

  2. Pingback: Happy_Ayechu

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